8. Burg Olpe

Denkmal Haus Olpe sog. „Burg“, erbaut in der 1. Hälfte des 12. Jahrhunderts, zum ersten Mal urkundlich erwähnt im Jahre 1280. Die „Burg“ war viele Jahrhunderte Wohnsitz der Lehnsherren von Olpe sowie weiterer im Folgenden aufgeführter Familien.

 

bis 1280 Herrmann vom Vorste

ab 1280 Graf Adolf von Berg

bis 1410 Wilhelm von Lülsdorf

ab 1410 Johann von Landsberg

1450-1480 Wilhelm von Landsberg

1480-1499 Johann von Landsberg

1500-1532 Dietrich I. von Landsberg

1532-1595 Adolf von Landsberg

1595-1625 Dietrich II. von Landsberg

1625-1654 Georg von Landsberg

1654-1666 Bartoll von Landsberg

1666-1683 Ernst von Landsberg

1683-1722 Johann Adolf von Landsberg

1722-1755 Johann Friedrich von Landsberg

1755-1788 Johann Ernst von Landsberg

1788-1812 Freiherr Bernhard von Hocherbach

1812-1854 Maire Johann Breidenbach

1854 kaufte Wilhelm Haasbach sen. aus Olpermühle die „Burg“, 

dessen Nachkommen es heute noch besitzen

 

Im Laufe der Jahrhunderte wurde die „Burg“ mehrfach umgebaut, wie man bei der denkmalgerechten Grundsanierung im Jahre 2001 feststellte. Im Erdgeschoss der „Burg“ wurden die verbauten Hölzer durch ein dendrochronologisches Gutachten der Universität Köln (Institut für Ur- und Frühgeschichte) in die Jahre 1481 – 1484 datiert. Erd- und Kellergeschoss zeigen durch 120 cm starke Außenwände den Burgcharakter. Das die „Burg“ früher mit einem Burggraben umgeben war, konnte nicht nachgewiesen werden.

Dr. Burghardt Schmidt von der Universität Köln bezeichnete in dem Gutachten die „Burg“ Olpe zu den ältesten Objekten im Niederbergischen, dem Bergischen und dem Oberbergischen Land, die er untersucht hat.

Das Obergeschoss brannte um 1700 aus und wurde um 1705 wieder aufgebaut, wie auch hier die Holzanalysen von Herrn Dr. Schmidt zeigen.