Dorf Olpe

Olpe - ein Kleinod im Bergischen Land

Burg Olpe

Denkmal Weg Transparent

 

mit Klick auf das Denkmalweg-Logo zurück zur Hauptseite Denkmal-Weg

 

Haus Olpe - oder "die Burg"

Burg1

Abbildung einer Zeichnung aus dem Jahr 1980, die auch den Einband der Chronik von Olpe schmückt.
Dieses Bild zeigt die „Burg“ mit den angrenzenden Wirtschaftsgebäuden, der Pfarrkirche St. Margareta 
und die Kreuzkapelle auf dem Friedhof.

 

Denkmal Haus Olpe sog. „Burg“, erbaut in der 1. Hälfte des 12. Jahrhunderts, zum ersten Mal urkundlich erwähnt im Jahre 1280. Die „Burg“ war viele Jahrhunderte Wohnsitz der Lehnsherren von Olpe sowie weiterer im Folgenden aufgeführter Familien.

bis 1280 Herrmann vom Vorste
ab 1280 Graf Adolf von Berg
bis 1410 Wilhelm von Lülsdorf
ab 1410 Johann von Landsberg
1450-1480 Wilhelm von Landsberg
1480-1499 Johann von Landsberg
1500-1532 Dietrich I. von Landsberg
1532-1595 Adolf von Landsberg
1595-1625 Dietrich II. von Landsberg
1625-1654 Georg von Landsberg
1654-1666 Bartoll von Landsberg
1666-1683 Ernst von Landsberg
1683-1722 Johann Adolf von Landsberg
1722-1755 Johann Friedrich von Landsberg
1755-1788 Johann Ernst von Landsberg
1788-1812 Freiherr Bernhard von Hocherbach
1812-1854 Maire Johann Breidenbach
1854 kaufte Wilhelm Haasbach sen. aus Olpermühle die „Burg“, deren Nachkommen es heute noch besitzen

Wappen

 Wappen derer von Landsberg

Im Laufe der Jahrhunderte wurde die „Burg“ mehrfach umgebaut, wie man bei der denkmalgerechten Grundsanierung im Jahre 2001 feststellte. Im Erdgeschoss der „Burg“ wurden die verbauten Hölzer durch ein dendrochronologisches Gutachten der Universität Köln (Institut für Ur- und Frühgeschichte) in die Jahre 1481 – 1484 datiert. Erd- und Kellergeschoss zeigen durch 120 cm starke Außenwände den Burgcharakter. Das die „Burg“ früher mit einem Burggraben umgeben war, konnte nicht nachgewiesen werden.

Dr. Burghardt Schmidt von der Universität Köln bezeichnete in dem Gutachten die „Burg“ Olpe zu den ältesten Objekten im Niederbergischen, dem Bergischen und dem Oberbergischen Land, die er untersucht hat.

Das Obergeschoss brannte um 1700 aus und wurde um 1705 wieder aufgebaut, wie auch hier die Holzanalysen von Herrn Dr. Schmidt zeigen.

Vorderseite der „Burg“ aus dem Jahre 1910.
Rechts sieht man die Wirtschaftsgebäude sowie in der Ecke ein Plumpsklo,
das von den Bewohnern als auch von den Kirchenbesuchern genutzt wurde.

 

 

Quelle: Büchel, Josef: 825 Jahre Olpe im Bergischen Land. Eine Dorfchronik, Lindlar 1996.

Aktuelle Seite: Home Denkmalweg 8 - Burg Olpe