Dorf Olpe

Olpe - ein Kleinod im Bergischen Land

Dorfentwicklung

Die Einwohner des Kirchdorfes Olpe lebten Jahrhunderte ausschließlich von der Land- und Forstwirtschaft. Das hat sich in den letzten Jahrzehnten geändert. Es siedelten sich mittelständische Unternehmen sowie viele Handwerksbetriebe an. Durch die Nähe zur Großstadt Köln wurde Olpe durch viele Pendler zum beliebten Wohnort im Grünen.

Ende des 19. Jahrhunderts stand in Olpe noch die alte Kirche auf dem Friedhof. Im Vordergrund ist der Kaufladen  von Josef Haasbach (genannt „Ladenjösefchen), der noch bis Mitte der 80iger Jahre als Lebensmittelgeschäft bestand. Heute ist der alte Kaufladen noch im Besitz der Nachfahren und  wird als Mehrfamilienhaus genutzt.

Anfang des 20. Jahrhunderts standen in Olpe folgende Häuser und Gebäude:

  • Haus Olpe / Burg Olpe mit Nebengebäude, Baujahr ist nicht bekannt
  • Gasthof Robert Höller mit Nebengebäude
    (heute “Olper Hof” erbaut 1816
  • Gasthaus Haasbach (heute “Haus Olpe” erbaut 1821
  • Bürgermeisteramt das spätere Pfarrhaus erbaut 1907
  • Vikarie im Wiedenhof erbaut um 1865
  • Kaufladen Haasbach erbaut vor 1896
  • Die Schule erweitert 1909
  • Pfarrkirche St. Margareta erbaut 1896


Die Erweiterung des Dorfes erfolgte in 4 Bauabschnitten.

Der 1. Bauabschnitt wurde gegenüber der Kirche Anfang der 70iger Jahre begonnen, heute die Straßen Buchenwald und Burgstraße. Es wurden fast 30 Fertighäuser errichtet. Diese Straßenzüge werden noch heute im Volksmund „Spanplatten-Hügel“ genannt.

Der 2. Bauabschnitt befindet sich in der „Hofwiese“. Hier wurden von 1981 bis 2006 neue Häuser gebaut. Der Straßenname wurde von der Flurbezeichnung abgeleitet.

Die 3. Dorferweiterung erfolgte auf dem „Glockenberg“ oberhalb des Friedhofs. Diese Wohnhäuser wurden von 1993 bis 2004 auf einer ehemaligen Streuobstwiese gebaut. Einige der Obstbäume blieben in den Gärten erhalten.
Der Name Glockenberg = hochdeutsch für
„Glockenmich“ geht auf eine alte Sage zurück, nach der etwa im 30jährigen Krieg (1618-1648) die Glocken dort vergraben worden sein sollten, um sie vor dem Einschmelzen für Kanonen zu bewahren. Bei der Bebauung wurde jedoch nichts gefunden.

Die zweite Straße am Glockenberg nennt sich „An der Pasche“. Diese Bezeichnung bezieht sich auf die Krautfabrik der Familie Haasbach. Die „Pasche“ (Apfelpresse) mit Krautfabrik befand sich bis Mitte der 30er Jahre d. 20. Jahrhunderts auf dem heutigen Parkplatz der Gaststätte Haasbach und am Haus Olpetalstraße 4.

Die vorläufig letzte Erweiterung befindet sich im Osten des Dorfes auf dem Flurstück „Ober dem Hofe“. Bei der Planung dieser Häuser werden auch Techniken für erneuerbare Energien berücksichtigt. Wegen der Farbenfrohheit der einzelnen Häuser spricht man auch schon von der “Papageien-Siedlung”

Die Einwohnerzahlen der Zivilgemeinde Olpe betrug in der Vergangenheit bis heute

1829 -  1448 Einwohner
1925 -  1457 Einwohner
1946 -  2216 Einwohner
1953 -  2077 Einwohner
2006 -  2294 Einwohner


Quellennachweis: u. a.
“825 Jahre Olpe im Bergischen Land”, Josef Büchel Lindlar 1996
“Bilder aus Alter Zeit Gemeinde Kürten”, Josef Büchel Dez. 1984 grüner Band

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