Dorf Olpe

Olpe - ein Kleinod im Bergischen Land

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Geschichte von Olpe

Der Name Olpe und des sogenannten Baches ist abzuleiten von Ol(Ohl) für sumpfiges Gelände und apa/epe für Wasser.


Im Jahr 1171 wird Olpe erstmalig urkundlich erwähnt. Ein Reinald von Olpe und seine Gemahlin Kunegunde verkauften der Äbtissin Gepa von St. Ursula in Köln Besitzungen in Blankenberg an der Sieg und Emmenhoven.

Im Jahr
1280 überträgt Herrmann, genannt de Foresto (vom Forst) seine von den Ahnen  überkommenen Erbgüter in Olpe an den Grafen Adolf von Berg aus Schloss Burg an der Wupper.

1383 verkauften Herzog Wilhelm von Berg und seine Gattin Anna von Bayern ihr „sloß oelp“ an Wilhelm von Lülsdorff. Zum Herrensitz Olpe gehören zu dieser Zeit 78 lehnspflichtige Höfe in den Honschaften Olpe, Berg (heute Bergerhöhe und Dierdorf (in der Pfarre Agathaberg) und 7 Mühlen.

1429 bis zum Jahre 1788 war die Burg Olpe im Besitz der Familie von Landsberg.

Korrekterweise heißt das Objekt von Beginn an “Haus Olpe”, dies ist schon im 14. Jahrhundert dokumentiert. Die Bezeichnung Burg entstand in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Eine „besondere“ Eigenart der Lehnsherren bestand darin, dass diese es untersagten, dass die Leichen, die aus den Ortschaften des heutigen Bornen, Bergerhöhe oder Forsten zum Friedhof gebracht  werden mussten, an der Burg Olpe vorbeigetragen wurden. Daher gab es den Leichenweg, den man heute noch als „Stufe“ zwischen Offermannsberg und Bornen erkennen kann. 
(Es wurden hier neue Bäume angepflanzt)

Der letzte Lehnsherr war Freiherr Franz Wilhelm von Hocherbach, der den Besitz in Olpe 1812 nach Aufhebung des Lehenswesens durch Napoleon an den Maire (Bürgermeister) Johann Breidenbach verkaufte. Johann Breidenbach war in seiner Zeit ein sehr wohlhabender Bürger, der zu Lebzeiten in Olpe die späteren Gaststätten Höller 1816 (heute Olper Hof) und Haasbach 1821 (heute Haus Olpe) und den Hof Löhfeld baute. Er besaß auch die gesamte historische Häuserreihe in Junkermühle, die heute noch im Besitz der Nachfahren des Johann Breidenbach sind.

Das heutige Gebäude der Burg wurde wahrscheinlich im 17. Jh. nach einem Brand im Obergeschosserrichtet. Die Mauern des Erdgeschosses und des Kellers sind in der Grundsubstanz jedoch deutlich älter (12. und 13. Jahrhundert), was heutige Holzanalysen zeigen.

Die Herren von Olpe waren als Patronatsherren für die Seelsorge verantwortlich. So wird die erste Kirche in Olpe als Eigenkirche für die Lehnsleute entstanden sein. Sie befand sich auf dem Friedhof gegenüber dem Herrensitz und wurde wahrscheinlich im 12. Jahrhundert errichtet, da das Langhaus, Turm und Portal romanisch waren. Im 15. Jahrhundert wird das der hl. Margaretha geweihte Gotteshaus „Capella“ genannt. In den Jahren 1520-1527 wurde das Langhaus durch einen gotischen Neubau ersetzt. 1899 wurde die Kirche abgerissen, weil sie viel zu klein geworden war (im Lichten 18,9 m lang). Erhalten blieb die Kreuzkapelle. Sie erhielt als neuen Eingang das Portal von der Nordseite der alten Kirche und wurde 1901 um das südliche Joch mit Apsis erweitert. (Die Baunaht ist außen erkennbar.)

Durch einen  Ritter wurde um 1280 vom Kreuzzug eine Kreuzreliquie (ein kleiner Holzsplitter) mit nach Hause gebracht. Diese wird seit Jahrhunderten in Olpe verehrt. Sie befindet sich in einem Reliquiar in Kreuzform, früher in der Kreuzkapelle aufbewahrt, heute in der Kirche St. Margareta.

   

Von 1584 bis 1622 wurde Olpe trotz großen Widerstandes aus der Bevölkerung von Pfarrern betreut, die sich dem lutherischen bzw. kalvinischen Bekenntnis angeschlossen hatten. Diese hatte der damalige Lehnsherr Adolf von Landsberg als zuständiger Patronatsherr angestellt.

Ab 1622 war Olpe selbständige Pfarrei. Die Pfarrer lebten vom Wiedenhof (von „Weihtum“–Hof von dem der Pfarrer lebte), nach dem die gleichnamige Straße benannt ist. Der im Jahr 1777 errichtete Wiedenhof ist heute im Privatbesitz, denn 1931 hatte die Kirchengemeinde das frühere Rathaus aus dem Jahr 1907 erworben, das bis ins Jahr 2006 Pfarrhaus war.

1869 erwarb die Kirchengemeinde das 1865/66 errichtete Wohnhaus zwischen Burg und Wiedenhof  als neue Dienstwohnung für den Vikar. Die Vikare, die kirchliche Hilfsämter ausübten, mussten in Olpe wie anderswo auch Schulunterricht erteilen.

Ab 1813 befand sich die katholische Schule mit einem weltliche Lehrer in Forsten (heutiges Wohnhaus Orbach) 1911 wurde das neue Schulhaus in Forsten eingeweiht.

Ab 1857 wurde zusätzlich im Haus Olpe unterrichtet, bis Olpe 1867 das erste Schulgebäude erhielt, das 1909 zu dem heute alten Schulgebäude auf 2 Klassenräume erweitert und aufgestockt wurde.

Quellennachweis:
“825 Jahre Olpe im Bergischen Land”, Josef Büchel Lindlar 1996

 

 

 

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